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Nach 1950 gehörte das Magazin Rudolf Augstein und John Jahr; Die Jahr-Aktie fusionierte 1965 mit Richard Gruner zum Verlag Gruner + Jahr. 1969 kaufte Augstein Gruner + Jahr für 42 Millionen DM und wurde alleiniger Eigentümer von Der Spiegel. 1971 kaufte Gruner + Jahr einen Anteil von 25% an der Zeitschrift zurück. 1974 restrukturierte Augstein das Unternehmen um, um die Mitarbeiter zu Aktionären zu machen. Allen Mitarbeitern mit mehr als dreijähriger Betriebszugehörigkeit wurde die Möglichkeit geboten, Associate zu werden und sich an der Geschäftsführung des Unternehmens sowie am Gewinn zu beteiligen. Seit 1952 hat Der Spiegel seinen Hauptsitz in einem eigenen Gebäude in der Hamburger Altstadt. [9] Die Meinungen über das Sprachniveau des Spiegel änderten sich Ende der 1990er Jahre. Nach der Einstellung vieler der besten Deutschen Feature-Autoren ist Der Spiegel für seine “Edelfedern” bekannt geworden. Das Magazin gewinnt häufig den Egon-Erwin-Kisch-Preis für das beste deutsche Spiel. Der Spiegel schloss sich schließlich mit der Zwiebelfisch-Kolumne auf der Website des Magazins, die sogar mehrere Bestseller produziert hat, in die Riege der Hüter der richtigen Grammatik und des Fachjargons ein.

Einige Kritiker, insbesondere der Medienhistoriker Lutz Hachmeister und der Augstein-Biograf und ehemalige Der Spiegel-Autor Otto Köhler, haben Anklage gegen den Umgang des Magazins mit ehemaligen Nazis, sogar SS-Offizieren erhoben. Angeblich der Spiegel, der zu anderen Zeiten keine Zurückhaltung zeigte, als er die NS-Vergangenheit von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens enthüllte, verzerrte die Geschichte und vertuschte Kriminelle, nachdem er Insider angeheuert hatte, um über Themen des Dritten Reiches zu schreiben. [Zitat erforderlich] Seine frühen Berichte und Serien über den Reichstagsbrand, geschrieben von den ehemaligen SS-Offizieren Paul Carell (der auch als Pressesprecher des deutschen Außenministers Joachim von Ribbentrop fungiert hatte) und Fritz Tobias gelten seither als prägend in der Geschichtsschreibung, weil die Spiegel-Berichte dieser beiden Autoren seit den 1960er Jahren vom autoritativen Historiker Hans Mommsen bestätigt werden. Sie wurde 1947[5] von John Seymour Chaloner, einem britischen Armeeoffizier, und Rudolf Augstein, einem ehemaligen Wehrmachtsfunker, gegründet, der im Jahr 2000 vom International Press Institute als einer der fünfzig Weltpressefreiheitshelden anerkannt wurde. [6] Typischerweise hat das Magazin ein Content-to-Werbeverhältnis von 2:1. Im zweiten Quartal 1992 betrug die Auflage von 1,1 Millionen Exemplaren der Spiegel. [11] 1994 wurde Spiegel Online ins Leben gerufen. [12] [13] Sie hat eine separate und unabhängige Redaktion von Der Spiegel.

1999 wurde Der Spiegel 1.061.000 Mal verkauft. [14] Der Spiegel-Skandal ist heute in Erinnerung, weil er die politische Kultur des Nachkriegsdeutschlands verändert und – mit den ersten Massendemonstrationen und öffentlichen Protesten – ein Wendepunkt vom alten Obrigkeitsstaat zu einer modernen Demokratie war. [Zitat erforderlich] Der Spiegel begann im September 2011 mit dem Umzug in seine jetzige Zentrale in der HafenCity.